
Edito
Der Aufbau eines jugendlichen Vermögens ist angesichts der Inflation, der Volatilität der Märkte und der Unsicherheiten bei den Renten strategisch wichtig geworden. Die Studien der AMF und der ACPR zeigen, dass junge Menschen zwar investieren möchten, ihnen aber die Orientierung fehlt und sie häufig riskante Anlageformen bevorzugen, wobei sie vor allem nach Kapitalsicherheit suchen. Edelmetalle, vor allem physisches Gold und Silber, bieten eine ergänzende Alternative: Schutz der Kaufkraft, Unabhängigkeit vom Finanzsystem, Einfachheit, Liquidität und leichte Übertragbarkeit. Sie bilden einen stabilen Sockel, bevor man nach mehr Leistung strebt. Wie baut man ein solides, übertragbares und belastbares Vermögen auf, wenn man jung ist?
Der Aufbau eines Vermögens in jungen Jahren war noch nie so strategisch. Zwischen anhaltender Inflation, volatilen Finanzmärkten, Unsicherheiten bei den Renten und wachsendem Misstrauen gegenüber Finanzinstituten werden die traditionellen Anhaltspunkte für das Sparen über den Haufen geworfen.
Laut mehreren aktuellen Studien der AMF und der ACPR äußern junge Berufstätige sowohl einen starken Wunsch zu investieren als auch eine ausgeprägte Angst vor dem Verlust ihres Kapitals, insbesondere nach den volatilen Börsen- und Krypto-Episoden der letzten Jahre.
In diesem Zusammenhang stellt sich eine zentrale Frage: Wie baut man ein solides, übertragbares und widerstandsfähiges Vermögen auf, wenn man jung ist?
Während Aktien, ETFs und Lebensversicherungen oft als unumgängliche Lösungen angepriesen werden, bieten Edelmetalle, insbesondere physisches Gold und Silber, einen einzigartigen Vermögensansatz, der von den neuen Generationen oft unterschätzt wird, aber dennoch ein sehr solides Leistungspotenzial bietet.
1) Jugendliche vor Investitionen: Zahlenmäßige Feststellungen
Die von der AMF veröffentlichten und von mehreren Meinungsforschungsinstituten weitergeleiteten Daten zeigen eine deutliche Veränderung im Verhalten der jungen Anleger:
- Mehr als 60 % der 18- bis 35-Jährigen geben an, investieren zu wollen, um die Zukunft vorzubereiten, aber weniger als 30 % fühlen sich wirklich kompetent.
Eine Mehrheit bevorzugt Medien, die als zugänglich wahrgenommen werden (ETFs, Krypto-Assets), oft ohne echte Vermögensvision.
Der Begriff der Sicherheit des Kapitals steht jedoch an erster Stelle, noch vor dem Streben nach Performance.
Die ACPR unterstreicht auch die wachsende Sorge um die Nachhaltigkeit der Rentensysteme und die Fähigkeit der traditionellen Sparprodukte, die Kaufkraft langfristig zu schützen.
Diese Faktoren erklären, warum immer mehr junge Menschen nach greifbaren, verständlichen und vom Finanzsystem unabhängigen Vermögenswerten suchen.
2) Edelmetalle vs. Aktien, ETFs und Lebensversicherungen: eine unterschiedliche Logik
Es geht nicht darum, Edelmetalle frontal gegen andere Anlagen auszuspielen, sondern darum, ihre spezifische Rolle zu verstehen.
Aktien und ETFs streben nach Wertentwicklung, setzen sich aber der Volatilität und den Konjunkturzyklen aus.
Lebensversicherungen bleiben ein interessantes Steuer- und Übertragungsinstrument, sind aber stark von den Finanzmärkten und den Zinssätzen abhängig.
Edelmetalle hingegen zielen nicht auf eine sofortige Rendite, sondern auf die Stabilität des Vermögens ab.
Für einen jungen Anleger besteht der häufige Fehler darin, zu früh nach der maximalen Rendite zu streben. Verhaltensstudien zeigen jedoch, dass Verluste in der Anfangsphase häufig zu einer dauerhaften Aufgabe der Anlage führen.
Gold hingegen sichert den Sockel und ermöglicht es, an anderer Stelle gelassener Risiken einzugehen.
3) Warum Edelmetalle den Vermögensfragen junger Menschen entgegenkommen
Entgegen der landläufigen Meinung ist die Investition in Edelmetalle nicht nur etwas für große Vermögen oder ältere Generationen. Für einen jungen Anleger erfüllen physisches Gold und Silber mehrere grundlegende Ziele.
Kapitalschutz an erster Stelle
Zugegeben, Gold verspricht keine jährliche Rendite. Stattdessen schützt es den Wert im Laufe der Zeit.
Über mehrere Jahrzehnte hinweg hat es seine Fähigkeit bewiesen, die Kaufkraft auch in Zeiten von Inflation oder Währungskrisen zu erhalten.
Für einen jungen Menschen ist diese Logik von wesentlicher Bedeutung: Sicherung einer Vermögensgrundlage vor der Suche nach Performance.
Ein Vermögenswert außerhalb des Systems
Im Gegensatz zu Aktien, ETFs oder Lebensversicherungsverträgen ist physisches Gold nicht abhängig :
- Von einem Finanzintermediär,
- Von einem offenen Börsenmarkt,
- Von einer Gegenpartei aus dem Bankwesen.
Diese Unabhängigkeit spricht eine Generation an, die von Finanzkrisen, historischen Bankpleiten und Misstrauen gegenüber Institutionen geprägt ist.
Ein sofortiges Verständnis
Ein Goldbarren oder eine Goldmünze ist ein einfacher Vermögenswert:
- Ein Gewicht,
- Ein Metall,
- Ein universeller Wert.
Diese Verständlichkeit steht im Gegensatz zu der zunehmenden Komplexität vieler Finanzprodukte, die von unerfahrenen Anlegern oft nicht verstanden werden.

4) Gold, Silber, Platin: Welche Metalle sollte man in jungen Jahren bevorzugen?
Gold: der Grundstein
Für einen vermögensbildenden Ansatz bildet physisches Gold die Grundlage. Es bietet :
- Eine weltweite Liquidität,
- Eine universelle Anerkennung,
- Eine kontrollierte Volatilität auf lange Sicht.
Die zugänglichen Formate (Barren, Bruchstücke) ermöglichen es, schrittweise zu investieren, ohne übermäßig hohe Beträge zu binden.
Silber: ein zusätzlicher Hebel
Silbermetall ist für junge Anleger attraktiver, da es günstiger zu erwerben ist. Außerdem hat es eine starke industrielle Dimension, was seine Preisbewegungen verstärken kann.
In einer Vermögensstrategie spielt Silber eine dynamische Diversifizierungsrolle, ohne Gold zu ersetzen.
Platin: eine langfristige Option
Platin ist seltener und zyklischer und kann eine Allokation ergänzen, bleibt aber volatiler.
Für einen jungen Anleger sollte es marginal bleiben und nur in eine fortgeschrittene Diversifikationslogik integriert werden.
5) Ein schrittweiser und realistischer Ansatz: Investieren, ohne sich selbst aus dem Gleichgewicht zu bringen
Eines der größten Hindernisse für junge Menschen, in ihr Vermögen zu investieren, ist die Angst, "etwas falsch zu machen" oder zum falschen Zeitpunkt einzusteigen. Edelmetalle ermöglichen gerade einen schrittweisen Ansatz.
In Etappen investieren
Anstatt eine große Summe zu mobilisieren, ist es besser :
- Regelmäßig zu investieren,
- Die Einstiegspreise zu glätten,
- Im Laufe der Zeit einen Vermögensbestand aufzubauen.
Diese Methode eignet sich besonders für junge Berufstätige, deren Sparfähigkeit mit zunehmendem Alter steigt.
Einen kohärenten Teil des Vermögens zuweisen
Die Berichte der AMF zeigen, dass junge Anleger ihre Ersparnisse häufig übermäßig in einem einzigen Anlagetyp (Aktien oder Krypto) einsetzen.
Eine Allokation von 5 bis 15 % in Edelmetallen ermöglicht es, das Gesamtrisiko auszugleichen, ohne die täglich benötigte Liquidität zu blockieren.
6) Eine generationenübergreifende und übertragbare Dimension
Ein weiterer, oft übersehener Vorteil von Edelmetallen ist ihre leichte Übertragbarkeit.
Die jüngere Generation misst dem Begriff des übertragbaren Vermögens eine immer größere Bedeutung bei, insbesondere vor dem Hintergrund steuerlicher und erbrechtlicher Unsicherheiten.
Physisches Gold kann einfach weitergegeben, außerhalb des Bankkreislaufs aufbewahrt und in eine langfristige Familienvision integriert werden.
Schlussfolgerung
Ein Vermögen aufzubauen, wenn man jung ist, bedeutet nicht, finanzielle Wetten zu multiplizieren, sondern ein solides Fundament zu legen. Die jüngsten Berichte der AMF und der ACPR zeigen eine Generation, die sich der Risiken bewusst ist, aber noch auf der Suche nach dauerhaften Orientierungspunkten ist.
Edelmetalle bieten eine Vermögenslösung, die besonders für junge Anleger geeignet ist. Gold und physisches Silber ermöglichen es, Ersparnisse zu sichern, sich gegen Inflation und Krisen zu schützen und ein Vermögen aufzubauen, das unabhängig von den Unwägbarkeiten des Finanzsystems ist.
In einer unsicheren Welt ist ein früher Einstieg mit greifbaren, verständlichen und universellen Vermögenswerten keine konservative Entscheidung: Es ist eine strategische Entscheidung und eine Entscheidung des gesunden Menschenverstands.
Durch Sébastien Gatel
Mit einem Abschluss in Recht und Finanzmarktwesen hat Sébastien viele Jahre in Finanzinstitutionen und im Vermögensmanagement gearbeitet. Parallel dazu tritt er in verschiedenen Medien auf, die sich an Fachleute und Privatpersonen richten, um Finanznachrichten zu analysieren und Themen zu Anlagen und Investitionen zu vereinfachen.
INFORMIERT BLEIBEN
Erhalten Sie die neuesten Nachrichten, indem Sie den Newsletter abonnieren
